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Eine Namibia-Reise

Tourverlauf: Windhoek- Rostock Ritz Lodge- Swakopmund- Kuiseb Canyon- Grotberg Lodge- Premium Waterhole Chalet- Onguma Privat Reservat- Onguma the Fort- Frans Indongo Lodge  

 

Nachdem wir uns für eine Reise im Süden Afrikas entschieden hatten, suchten wir auf Basis einer Empfehlung AST Reisen in Bad Vilbel auf.

Nach einem 1,5-stündigen Vorgespräch erstellte uns Frau Ferschke eine Route im Mietwagen für zwei Wochen durch Namibia. Im Vorfeld erhielten wir eine gebundene Tourenplanung, mit der wir im Handgepäck am Flughafen Windhoek in unseren Allradmietwagen einstiegen um in derselben Stadt langsam in Afrika an zu kommen. Nach einer Nacht im Olive Boutique Hotel, ein luxuriöses & stilvoll eingerichtetes Haus mit exzellenter Küche, starteten wir ausgeruht in Richtung Namib-Wüste. Wir erlebten eine wunderschöne Landschaft mit ersten Tieren, die uns am Straßenrand begegneten. Der Ausflug nach Sesriem und direkt in die wunder- schöne Wüste in Sossusvlei bleiben ein beeindruckendes Erlebnis.

Nach einem visuell beeindruckenden Tag fuhren wir in die Rostock Ritz Lodge, wo wir in perfektem Deutsch herzlich empfangen wurden. Der Ausblick ins Rotstock-Gebirge und die einzigartige Herberge von heimatlosen Erdmännchen, die wieder für das Leben in der Wildnis vorbereitet werden, bleiben jedem in Erinnerung.

Nach dieser dünn besiedelten Landschaft ging es nach Swakopmund. Auf dem Weg dort hin fuhren wir durch den Kuiseb Canyon. Ein Gebirge, das man selbst sehen muss, weil ein Foto diese beeindruckende Landschaft nicht wieder spiegeln kann. Swakopmund selbst ist wie eine Reise in die Vergangenheit Deutschlands. Eine besondere Tour war die Living Desert Tour, bei der die „small five“ der Wüste im Vordergrund stehen: Gecko, Chamäleon, Schlange, Spinne und Käfer. Gut organisiert mit einer kleinen Ralley durch die Dünen der Wüste vor Swakopmund.

Nun ging es weiter zur Grotberg Lodge mit einem kleinen Abstecher nach Cape Cross zu der weltweit größten Ansiedlung von Seehunden. Ein schrecklicher Anblick. Sehr viele Jungtiere lagen tot neben lebenden erwachsenen Tieren. Die Population scheint sich ohne natürlichen Räuber so sehr zu vermehren, dass sich bereits Verhaltensauffälligkeiten bei den Tieren zeigen. Für mich als Biologin ist es nicht anders erklärbar. Ein Anblick, den man sich ersparen kann.

Dafür, bei der weiteren Fahrt durch eine neue und beeindruckende Landschaft Namibias, das Damaraland, sahen wir bereits Giraffen und ein Nashorn. In der Grotberg Lodge angekommen, waren wir angetan über den Blick auf das ca. 30 km lange Tal. Die Logde wird von nicht ausgebildeten Menschen aus dem Damaraland bewirtschaftet. Selten habe ich so viel Menschlichkeit und Freude erlebt, Touristen das eigene Land und die eigene Kultur mit so viel Stolz bekannt zu machen.

Nach dem Damaraland ging es nun in den weltweit wichtigsten Naturpark: der Etosha Nationalpark. Das Premium Waterhole Chalet liegt direkt am Wasserloch, das für Nashörner bekannt ist. Zudem ist das Wasserloch die ganze Nacht beleuchtet und man kann ganz entspannt vom Balkon mit einem guten Glas Wein die Tiere beobachten. Tagsüber fuhren wir allein durch den Park und wurden mit Löwen, Nashörnern und Elefanten belohnt. Nach acht Stunden Tierbeobachtung waren wir erschöpft und fuhren weiter zum Onguma Privat Reservat, wo wir zwei Nächte blieben. Im Onguma Reservat gibt es das Onguma Tree Top, wo man das Buschleben mit sehr gutem Luxus kombiniert. Onguma Tree Top war für uns das Highlight der Reise, weil wir hier mitten in der Natur mit wilden Tieren leben durften und das Ganze aus unserer Sicht sehr sicher und behütet. Nicht zuletzt wegen der stets wachsamen Lodge-Bediensteten. Abgesehen davon wurde uns abends von Erasmus, dem Koch, ein hervorragendes 3-Gänge Menü mitten in der Wildnis serviert. Am nächsten Morgen durften wir beobachten, wie sich fünf Giraffen dem Wasserloch, was 10-15 Meter von unserer Terrasse entfernt war, näherten und Wasser tranken. Die Prozedur dauerte 1,5 Stunden. Wir merkten deutlich, dass das eine für Giraffen sehr gefährliche Aktivität ist, in der sie leichte Beute sind. Beeindruckend war es, in einer so kurzen Entfernung den Giraffen quasi in die Augen schauen zu dürfen. Die Giraffe, die aufpassen musste, lies keinen Moment ihren Blick von uns ab. Unvergessliche Momente.

Das Onguma the Fort war anders, sehr marokkanisch eingerichtet und das besondere an diesen „Zimmern“, die eher Suiten waren, ist die Abgelegenheit jeder Einzelnen. Zu den nächsten Nachbarn sind 300 m Platz. Der Blick auf die Etosha-Pfanne -mit einem eigenen Wasserloch davor- sind ebenso traumhaft.

Da wird die Reise Richtung Otjiwarongo zur letzten Etappe, der Frans Indongo Lodge, schon mit etwas Wehmut vermischt. Eine Lodge, die europäisch im vier Sterne Niveau ausgestattet ist, um dort den letzen Abend in Namibia vor unserer Abreise zu verbringen. Auf der Anreise mussten wir einer black Mamba ausweichen, die zuvor unter dem Hauptgebäude der Lodge sesshaft war. Out of Africa. Zum Glück ist die Lodge exzellent ausgestattet und man findet keine Tiere im Gebäude. Frans Indongo gehört zu den fünf reichsten Männern Namibias. In seiner Lodge findet man vor der Terrasse auch wilde Tiere, die er aus Südafrika importiert und neu angesiedelt hat. Nach zwei Tagen Regen war die Landschaft das erste Mal satt grün und so konnten wir Namibia in seiner Vielfalt erleben: vom Ende der Trockenzeit, bei 42° in der Namib-Wüste und bei 28° C am Ende mit viel Grün in der Steppenlandschaft.

Die Reise war komplett durch organisiert. Unser persönlicher Reiseführer mit Angabe der Fahrtroute war eine gelungene Kombination aus Tourenplanung und Zusatzinformationen zu den touristischen Attraktionen. Die Angaben für Fahrzeiten waren erstaunlich genau und die Lodges, in denen wir übernachteten, entsprachen all unseren Kriterien, die wir Frau Ferschke vor unserem Urlaub genannt hatten. Jede Lodge war individuell und sehr gut vor ausgewählt. Danke AST für diesen einmaligen und individuellen Urlaub in Namibia.